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Samsung Galaxy A80 mit motorisierter Kamera
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Statt einer Frontkamera baut Samsung ein per Motor drehbares Kameramodul ins Smartphone Galaxy A80. Zudem zeigte die Firma das A20e, A40 und A70.

Möchte man mit dem Samsung Galaxy A80 ein Selfie schießen, fangen die Motoren an zu arbeiten. Zuerst fährt ein Teil des Gehäuses nach oben aus dem Gerät heraus, dann dreht sich das gesamte Kameramodul um 180 Grad in Richtung Nutzer. Vorteil der Technik ist, dass man sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite die leistungsfähigen Kameras mit verschiedenen Brennweiten nutzen kann. Ansonsten ist immer noch üblich an der Front der Smartphones eine einzige technisch weniger hochwertige Kamera einzubauen. Schießt man nicht gerade Selbstporträts, ist dem Galaxy A80 kaum etwas Besonderes anzusehen.

Erst wenn man in den Selfie-Modus wechselt, fährt das Kameramodul ein paar Millimeter nach oben aus dem Gehäuse heraus. Einen ähnlichen Mechanismus baute der chinesische Hersteller Oppo in sein Smartphone Find X ein. Allerdings fuhr das Modul dort etwas flinker aus. Doch auch beim A80 dauert der Vorgang nur Sekundenbruchteile. Generell scheint Samsung beim Kameramechanismus stark von Oppo inspiriert zu sein. Denn ist die Kamera des A80 nach oben gefahren, dreht sich das Modul horizontal um 180 Grad und schaut in Richtung Nutzer. Dieses Konzept tauchte wiederum schon 2014 im Oppo N3 auf. Eine Kombination aus beiden Bewegungen ist allerdings neu.

Auf Video durften wir den Vorgang noch nicht festhalten, da Samsung zum Zeitpunkt der Veranstaltung nur ein Gerät mit Software zur Verfügung hatte, die sich noch in der Entwicklung befindet. Damit der Mechanismus nicht beschädigt wird, hat Samsung Sicherungen eingebaut. So merkt das Modul, wenn es blockiert wird oder beim Ausfahren irgendwo gegen stößt und stoppt dann die Bewegung. Dennoch dürfte es Diskussionen darüber geben, wie lange der Mechanismus unter Alltagsbedingungen funktioniert und welchen Einfluss angesammelter Dreck und Staub darauf haben wird.

Galaxy A20e, A40 und A70

Zusammen mit dem A80 hat Samsung weitere Smartphone aus dem Mittelklasse- und Einsteigersegment vorgestellt. Das A50 war bereits im Vorhinein bekannt und wird zeitnah in den Läden stehen. Neu sind aber das A20e, das A40 und A70. Letzteres liegt mit seiner Ausstattung am nächsten dran am A80: Beide Geräte haben ein 6,7 Zoll großes OLED-Display, hinter dem der Fingerabdrucksensor sitzt. Bei diesen handelt es sich um optisch arbeitende Modelle und nicht wie beim Galaxy S10 um einen Ultraschallsensor. Dadurch arbeiten die Sensoren nicht ganz so sicher wie mit Ultraschall und brauchen gelegentlich etwas länger zum Scannen des Fingers. Das motorisierte Kameramodul bleibt dem A80 vorbehalten.

Den Fingerabdrucksensor des A20e und A40 findet man jeweils auf der Rückseite der Geräte. Für ihre Preisklasse sind die Geräte brauchbar ausgestattet mit 3 beziehungsweise 4 GByte RAM und 32 beziehungsweise 64 GByte Flash-Speicher. Das A40 hat sogar ein farb- und kontraststarkes OLED eingebaut, was in der Preisklasse um 200 Euro nicht selbstverständlich ist.

Allen neuen Smartphones gemein ist die Dual-SIM-Funktion und ein Speicherkarten-Slot. Die Displayränder sind selbst bei den preiswerten Modellen vergleichsweise schmal. Außerdem haben alle Geräte eine Klinkenbuchse für Kopfhörer.
Preise und Erscheinungsdaten

A20e, A40 und A70 sollen noch im April in den Läden stehen. Der Preis des A20e ist noch nicht bekannt, das A40 wird 250 Euro kosten und das A70 350 Euro. Das A80 wird man ab Mai für 400 Euro kaufen können.

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