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Top 5: Kurbelradios bei Blackout und für den Notfall im Test
Allgemein

Ein Kurbelradio funktioniert dank Dynamo auch bei Stromausfall. Die von uns getesteten Geräte bringen außerdem noch Notlichter, Solarzellen oder eine Powerbank mit.

Im Notfall ist neben Kommunikation vor allem Information wichtig. Was ist passiert, wer ist betroffen und wann kommt Hilfe? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt (PDF) deshalb als Teil der Vorsorge für den Notfall ein Rundfunkgerät, das für den Batteriebetrieb geeignet ist – oder eben ein Kurbelradio. Doch welche Geräte taugen etwas, welche sind nur Spielzeug und lassen sie sich auch im Alltag nutzen?

Wir haben fünf Kurbelradios getestet und zeigen, welche beim Stromausfall die beste Hilfe bieten. Mehr zu dem Thema Kommunikation im Krisenfall schildern wir in unserem Ratgeber Notfallkommunikation per Funk – wie geht das? Wie man zu Hause oder im Auto den Radioempfang digitalisiert, erklären wir im Beitrag Digitalradio: DAB+ im Auto und zu Hause ab 25 Euro nachrüsten.
UKW, DAB+ oder was?

Alle getesteten Geräte empfangen mindestens UKW. Eines unterstützt zusätzlich Kurzwelle, zwei sogar das Digitalradio DAB+ (Digital Audio Broadcasting). Letzteres besticht zwar durch gute Empfangsqualität ohne Rauschen, bisher konnte sich bei den Empfangswegen DAB+ gegenüber dem herkömmlichen UKW-Rundfunk aber nicht durchsetzen.

Eigentlich war für Deutschland geplant, die analoge Radio-Übertragung bis 2015 endgültig einzustellen und Rundfunk danach nur noch digital zu verbreiten. Doch dies misslang aufgrund der geringen Verbreitung der Empfangsgeräte für DAB+. Laut dem Digitalisierungsbericht Audio 2022 stand in 79 Prozent der deutschen Haushalte ein analoges UKW-Radio; lediglich in 31 Prozent der Haushalte war ein DAB+-Radio für Digitalempfang vorhanden.

Zurück zu den Kurbelradios: Die Geräte mit DAB+ sind meist teurer als diejenigen, die nur UKW empfangen. Wer wenig investieren will, der ist aktuell mit einem analogen Radio gut versorgt – zumal davon auszugehen ist, dass im Notfall auch UKW-Sender aktiviert werden, um große Teile der Bevölkerung zu erreichen. Wer das Radio aber auch im normalen Betrieb verwenden und sich zukunftsfähig aufstellen will, sollte auf DAB+ setzen.
Laden, Sonnen oder Kurbeln?

Die Akkus eines Kurbelradios werden mit einem Dynamo geladen, der mit der namensgebenden Kurbel angetrieben wird. Das ist bei den getesteten Radios allerdings sehr mühsam und nur eines hat eine einigermaßen lange Kurbel, damit dieser Vorgang nicht zur Qual wird. Allen gemein ist jedoch der kleine Knauf, der schon nach mehreren Minuten zu Schmerzen führt. Zudem muss man schon 15 Minuten kurbeln, um eine Stunde Radio zu hören. Für den Alltag ist das nichts, für den Notfall aber vor allem besser als nichts.

Zusätzlich haben alle Geräte in unserem Testfeld eine kleine Solarzelle auf der Oberseite. In der Praxis ist das Makulatur, weil die Zellen viel zu klein sind und das Radio mehrere Stunden in vollem Sonnenschein stehen müsste – aber sollte es tatsächlich mal zu einem längeren Blackout kommen, ist auch das besser als nichts.

Bis auf ein Gerät verfügen alle Radios über einen Akku, der ansonsten über USB-C oder Mikro-USB geladen werden kann. Nur ein Modell verfügt zudem über einen Schacht für zwei AA-Batterien oder Akkus, die sich problemlos bevorraten lassen. Das Laden über USB ist natürlich auch über eine Powerbank möglich. Viele Kurbelradios erlauben zudem, angeschlossene Geräte wie eine Powerbank zu laden, was angesichts der Akkukapazitäten von bis zu 4.000 mAh durchaus nützlich sein kann – und im Notfall auch das Smartphone wieder zum Leben erweckt.
Licht und Alarm

Alle Kurbelradios verfügen über mindestens eine LED mit davor gesetzter Linse, die wie eine Taschenlampe funktioniert. Sogar unterschiedliche Helligkeitsstufen und ein automatisches SOS-Morsesignal sind vorhanden. Dazu kommen bei einigen Geräten LEDs unter den ausklappbaren Solarzellen hinzu, die als Leselampe dienen. Praktisch ist das allemal, auch in Situationen, die niemand als Notfall bezeichnen würde.

Viele der Kurbelradios haben eine Notfalltaste, mit der ein lauter, durchdringender Alarm ausgelöst wird. Diese Taste sind zum Glück bei allen Geräten weit von denn normalen Bedienelementen entfernt angebracht, sodass Fehlbedienungen eher selten passieren dürften. Das mag in Kinderhänden aber anders aussehen.

Einige Geräte sind zudem wasserdicht und bieten einen automatischen Sendersuchlauf sowie eine Senderliste zum Speichern. Die Tonqualität ist höchst unterschiedlich und auch bei der Akkukapazität gibt es größere Differenzen. Das Kurbeln ist bei allen Radios im Endeffekt so mühsam, dass diese Option von den meisten Anwendern wirklich nur im absoluten Notfall bei leerem Akku verwendet werden dürfte. Die Solarladefunktion ist bei allen Geräten nur nützlich, wenn das Gerät mehrere Stunden ausgerichtet zur Sonne steht.

Fazit

Alle Geräte empfangen UKW, aber nur zwei DAB+. Obwohl UKW immer noch weit verbreitet ist, empfehlen wir ein Radio mit Digitalempfänger – nur das ist zukunftsfähig. Da das Kurbeln sehr mühsam sein kann, raten wir zudem zu einem großen Akku. Der Testsieger Noxon Dynamo Solar 411 überzeugt durch seinen Klang, seine vielfältigen Empfangsmöglichkeiten, sein hochwertiges Gehäuse und seinen großen Akku.
Autor: Predatorfighter | Mittwoch 04. 01. 2023 0 Kommentare


Nvidia: GeForce RTX 4080 12 GByte kommt günstiger als RTX 4070 Ti
Allgemein Die GeForce RTX 4070 Ti ist Nvidias erste Grafikkarte aus der Generation "Ada Lovelace", die weniger als 1000 Euro kostet. Der Verkauf beginnt Anfang Januar.


Mit 1,5 Monaten Verspätung und unter neuem Namen erscheint Nvidias bislang günstigste Grafikkarte aus der Generation Ada Lovelace: die GeForce RTX 4070 Ti. Abgesehen vom Namen und dem Preis ist sie eins zu eins das, was Nvidia ursprünglich als GeForce RTX 4080 12 GByte auf den Markt bringen wollte.

Das Herzstück bildet die bislang kleinste Ada-Lovelace-GPU AD104 mit einer Chipfläche von 295 mm². Die GeForce RTX 4070 Ti verwendet 7680 FP32-Shader-Rechenkerne, die bei einer GPU-Taktfrequenz von 2,6 GHz eine Rechenleistung von 40 Teraflops erreichen. 12 GByte GDDR6X-RAM sind über 192 Datenleitungen mit der GPU verbunden und erreichen gemeinsam eine Übertragungsrate von 504 GByte/s.

Nvidia verspricht eine Spielleistung oberhalb jener des alten Topmodells GeForce RTX 3090 Ti, zeigt zur Ankündigung allerdings nur Benchmarks mit dem KI-Upscaler Deep Learning Super Sampling (DLSS 3) inklusive Frame-Generierung. In Tests ohne DLSS dürfte der Abstand geringer ausfallen als von Nvidia dargestellt – wahrscheinlich ist die GeForce RTX 4070 Ti sogar langsamer als die RTX 3090 Ti.

Verringerter, aber immer noch hoher Preis

Immerhin: Die unverbindliche Preisempfehlung der GeForce RTX 4070 Ti ist 200 Euro niedriger als für die gestrichene GeForce RTX 4080 12 GByte. Ab 899 Euro statt 1099 Euro sollen die günstigsten Modelle ab dem 05. Januar 2023 erhältlich sein.

Die Preisanpassung sollte aber nicht über das generell hohe Preisniveau hinwegtäuschen. In der 3000er-Generation war sogar das 80er-Modell mit einer UVP von 699 Euro günstiger – auch wenn die GeForce RTX 3080 zu dem Preis praktisch nie verfügbar war aufgrund der hohen Nachfrage bei GPU-Minern. Selbst unter Berücksichtigung der Inflation und höherer Produktionskosten hält Nvidia die Hände auf.

Untypischerweise legt Nvidia keine eigene Founders Edition der GeForce RTX 4070 Ti auf. Interessierte müssen folglich auf Partnerhersteller und Händler hoffen, dass tatsächlich Modelle zum Startpreis von 899 Euro den Markt erreichen.

Unterhalb der GeForce RTX 4070 Ti positioniert Nvidia Stand heute weiterhin die alten 3000er-Modelle, von der GeForce RTX 3050 bis zur GeForce RTX 3080.

(mma)
Autor: Predatorfighter | Mittwoch 04. 01. 2023 0 Kommentare




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