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macOS 12.5: Probleme mit Hackintoshs und alten Maschinen
Allgemein Apple hat Änderungen an den GPU-Treibern vorgenommen, die dazu führen, dass Open Core Legacy versagt. Ein altes Finder-Problem besteht unterdessen immer noch.



Nach der Aktualisierung auf macOS 12.5 kann es bei bestimmten Konfigurationen zu schwerwiegenden Problemen kommen – allerdings nur dann, wenn man einen Hackintosh verwendet oder einen alten Mac mittels Patch kompatibel zu Monterey gemacht hat. Das melden die Entwickler des Werkzeugs Open Legacy Patcher sowie das Apple-Technik-Blog Mr. Macintosh.
An der GPU-Unterstützung geschraubt

Die Problematik soll bereits während des Betatests von macOS 12.5 aufgetaucht sein. Ab Vorabversion 3 kam es zu massiven Abstürzen beziehungsweise zum Einfrieren des Systems. Betroffen sind Nutzer, die das sogenannte Kepler-Patchset von Open Core Legacy Patcher einsetzen – auf verschiedenen MacBook-Pro-Modellen (9,1, 10,1 und 11,3) sowie iMacs (13,x und 14,x mit dGPUs). Nach dem Update auf macOS 12.5 kann man zwar noch das Passwort eingeben, doch danach versagt der zentrale WindowServer – er versucht, Inhalte zu rendern, bleibt dann aber mit einem "Spinning Beachball" stehen. Nach rund zehn Sekunden kommt es dann aufgrund des Watchdog-Prozesses zu einem "richtigen" Absturz, der den Nutzer zurück zum Login-Fenster führt. Nach Eingabe des Passworts geht die Schleife von vorn los.

Open Core Legacy Patcher ist ein nützliches Werkzeug, mit dem man aktuelle macOS-Versionen, also Big Sur oder Monterey, auch auf Macs installieren kann, die Apple offiziell nicht mehr unterstützt. Entsprechend kann man vom Hersteller natürlich auch keine Hilfe erwarten. Die Macher des Projekts sind aktuell auf der Suche nach einer Lösung für das Problem.
Ungelöste Fehler und instabile Beta

Ein Bug, der mit macOS 12.5 immer noch nicht behoben wurde, ist ein massives Speicherleck im Finder, das seit vielen Monterey-Versionen besteht. Es soll mindestens seit November bei Apple bekannt sein und sorgt dafür, dass die Suche in dem Dateimanager enorme Mengen an RAM frisst. Besonders bei sehr großen Trefferlisten steigt demnach die RAM-Auslastung des Finders in kurzer Zeit massiv. Man sollte daher vermeiden, Suchbegriffe nur langsam oder mit wenigen Buchstaben einzugeben. Das Speicherleck ist auch auf aktuellen Apple-Silicon-Maschinen noch aktiv.

In der Betaphase war macOS 12.5 zwischenzeitlich recht instabil. Das führte dazu, dass Apple mehrere Release-Candidate-Versionen publiziert hat. Kurz vor Freigabe gab es unter anderem Schwierigkeiten mit Links in Safari sowie Öffnungsfehler und Abbrüche bei simplen Drag & Drop-Aktionen. Diese Bugs sind allerdings behoben.

Autor: Predatorfighter | Sonntag 24. 07. 2022 0 Kommentare


Siri: Warum sich Apple gegen die Öffnung für weitere Sprachassistenten wehrt
Allgemein Der Digital Markets Act der EU zwingt Apple, weitere Sprachassistenten zuzulassen. Was der IT-Konzern in Gesprächen mit der EU dagegen vorbringt



Apple hat sich offenbar bis zur letzten Minute in Brüssel gegen Bestimmungen des Digital Markets Act (DMA) gestemmt, dass "Big Player" wie der iPhone-Konzern künftig Alternativen zu ihren Diensten zulassen müssen. Dies betrifft laut einer E-Mail, deren Herausgabe von einer NGO erwirkt wurde, besonders den Bereich der Sprachassistenten. Der Schriftverkehr mit der EU-Kommission lässt Einblicke zu, wie das Selbstverständnis Apples in Sachen Siri aussieht und wie in Cupertino die Mitbewerber von Google und Amazon gesehen werden.
Warnung vor Datenschutzproblemen

So warnen die Lobbyisten Apples in der Mail eindringlich davor, dass das Zulassen weiterer Sprachassistenten neben Siri ein erhebliches Datenschutzproblem zur Folge hätte. Schon heute können Alexa und Googles Sprachassistent auch auf Apple-Geräten ausgeführt werden – allerdings nur in deren Apps und nicht durch direkte Sprachaktivierung wie auf den eigenen Geräten der Hersteller. Auf iPhone, iPad, Mac und Co. reagiert hingegen nur Siri auf Sprachaktivierung. Das soll sich nach den Vorgaben des DMA künftig ändern.

Apple führt ins Feld, dass die Siri-Integration in iOS zum Beispiel Blinden Texte vorlese, die sensible Informationen zu Sicherheit und Finanzen enthalten können. Das Zulassen von anderen Sprachassistenten erlaube es diesen, permanent das Mikrofon des Geräts im Hintergrund abzuhören. Die Marktposition der Mitbewerber würde damit zudem gefestigt und sie hätten Zugriff auf noch mehr Nutzerdaten.
So sieht Apple Siri

Seinen eigenen virtuellen Assistenten, Siri, sieht Apple hingegen nicht als Standalone-Lösung, sondern als Interface des Betriebssystems. Der IT-Konzern betont zudem seine Anstrengungen im Datenschutz, sei es durch lokale Verarbeitung der Spracheingaben auf dem Gerät und dadurch, dass auf Server übertragene Sprachfragmente nicht mit der Apple-ID des Nutzers in Verbindung gebracht werden, sondern über eine zufällig generierte Kennung zugeordnet werden. Allerdings hatte auch Apple in der Vergangenheit mit Kritik am Datenschutz zu kämpfen. So erlaubte ein Bug in iOS 15 das Mithören von Siri-Audiomitschnitten durch Apple-Mitarbeiter.

Apple sieht den Anspruch der EU, dass große Hersteller auch Mitbewerber auf ihren Plattformen zulassen müssen, überdies durch den neuen Smart-Home-Standard Matter abgedeckt, der im Herbst eingeführt werden soll. Dadurch könnten künftig auch Geräte anderer Smart-Home-Hersteller über Siri angesprochen werden. Neben den E-Mails habe es im Frühjahr auch Treffen mit Mitarbeitern der EU-Kommission gegeben, wo Apple seinen Standpunkt erläutert habe. Genützt habe es offenbar nichts. Die Vorschrift wurde nicht abgeändert.
Autor: Predatorfighter | Sonntag 24. 07. 2022 0 Kommentare




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