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A9 bei München MAN erprobt autonomen Lkw auf deutscher Autobahn
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MAN erprobt auf der A9 in der Nähe von München einen autonomen Lkw. In Zukunft soll die Technik den Fahrermangel ausgleichen und den Beruf des Lkw-Fahrers attraktiver machen.

München (Deutschland). In den letzten Jahren hat das Frachtaufkommen in Deutschland stark zugenommen, unter anderem durch den Onlinehandel und dessen hohe Retourenquote. Parallel dazu fehlt den Speditionen immer mehr Personal. Laut dem Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) liegt die Personallücke bereits bei etwa 120.000 Lkw-Fahrern. Das deutsche Unternehmen MAN arbeitet deshalb seit langem an autonomen Lkw, die ohne Fahrer Lieferungen transportieren sollen.

Die ersten Testfahrten mit dem autonomen Lkw hat MAN bereits 2023 auf einem werkseigenen Testgelände durchgeführt. Nun soll der Lkw auf der A9 nördlich von München erprobt werden. Dabei soll er die etwa zehn Kilometer lange Strecke von Allershausen bis zur Raststätte Fürholzen-West ohne menschliches Eingreifen abfahren.
Überwachung durch Menschen

Bei den Testfahrten ist jedoch ein sogenannter Sicherheitsfahrer am Lenkrad, der bei Problemen eingreifen kann. Zudem wird der Lkw permanent von Mitarbeitern in einem Kontrollzentrum überwacht.

Wie Gregor Jentzsch von MAN erklärt, haben autonome Lkws viele Vorteile, darunter vor allem den Entfall der Lenkzeiten und Ruhepausen. Sie können deshalb rund um die Uhr fahren. Außerdem sollen sie die Anzahl der Unfälle reduzieren, die oft durch übermüdete oder gelangweilte Fahrer entstehen.
Attraktivere Arbeit für Lkw-Fahrer

Laut MAN können autonome Lkws außerdem die Arbeit der Lkw-Fahrer attraktiver machen, weil diese nicht mehr während der langen Autobahnfahrten an Bord sein müssten. Stattdessen könnten diese die Lkws im Regionalverkehr übernehmen und nur den letzten, komplexen Streckenabschnitt über Landstraßen und durch Städte absolvieren. Anstatt im Lkw schlafen zu müssen, könnten sie somit nach dem Ende ihrer Schicht nach Hause gehen.
Autor: Predatorfighter | Freitag 24. 05. 2024 0 Kommentare


Daten aus Großbritannien Elektroautos verdoppeln das Unfallrisiko bei Fußgängern
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Elektroautos sind deutlich öfter in Unfälle mit Fußgängern verwickelt als Verbrenner. Verantwortlich dafür sind unter anderem die minimalen Geräusche und die hohe Beschleunigung.

London (England). Eine Studie der Versicherung Axa hat bereits 2022 ermittelt, dass Elektroautos öfter an Unfällen beteiligt sind, weil die Fahrer die hohe Beschleunigung unterschätzen. Nun zeigt eine neue Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM), dass Elektroautos öfter in Unfälle mit Fußgängern verwickelt sind, als Autos mit Verbrennungsmotor. In Großbritannien ist die Wahrscheinlich, dass ein Fußgänger von einem Elektro- oder Hybridauto getroffen wird, etwa doppelt so hoch.

Laut der Publikation im Fachmagazin Journal of Epidemiology & Community Health haben die Wissenschaftler für ihre Studie Verkehrsdaten aus dem Zeitraum von 2013 bis 2017 untersucht. In diesem Zeitraum kam es zu 96.285 Autounfällen mit Fußgängern, bei denen es sich in 1.652 Fällen (1,72 %) um ein Elektroauto und in 71.666 (74,43 %) um einen Verbrenner gehandelt hat. Bei den übrigen Fällen lagen keine Informationen zum Autotyp vor.
Unfallrate pro 100 Millionen Meilen

Anschließend haben die Forscher die Unfallanzahl mit der jeweiligen Strecke, die die Autotypen im Mittel zurücklegen, verknüpft. Sie konnten so eine Unfallrate für Fußgänger pro 100 Millionen Meilen (160 Millionen Kilometer) ermitteln. Diese lag bei Benzinern und Dieseln bei 2,4 und bei Elektro- und Hybridautos bei 5,16.

Laut den Forscher um Phil Edwards könnte dies unter anderem daran liegen, dass Elektroautos deutlich leiser sind und bei den typischen Umgebungsgeräuschen in Städten kaum gehört werden können. Die Forscher erklären jedoch, dass die Ergebnisse teilweise auf Verzerrung zurückzuführen sein könnten. Es ist laut ihnen denkbar, dass vor allem jüngere Fahrer, die ohnehin öfter in Unfälle verwickelt sind, ein Elektroauto fahren.

Journal of Epidemiology & Community Health, doi: 10.1136/jech-2024-221902
Autor: Predatorfighter | Freitag 24. 05. 2024 0 Kommentare




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