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Deutsche-Post-Chef: Jeder Job könnte in 15 Jahren verschwinden
Allgemein Wer heute einen Beruf lernt muss damit rechnen, dass in 15 Jahren eine Maschine die Arbeit erledigt. Ein Ausweg sei lebenslanges Lernen, meint Frank Appel. Arbeitnehmer müssen sich Deutsche-Post-Chef Frank Appel zufolge darauf einstellen, dass ihre Jobs in absehbarer Zeit von Maschinen übernommen werden könnten. "Ist man jung, gibt es unabhängig davon, welchen Beruf man sich aussucht, keine Garantie, dass er in 10 bis 15 Jahren noch existiert", sagte Appel am Samstag auf der Innovationskonferenz DLD in München. "Es ist definitiv nicht mehr möglich, dass man 50 Jahre lang in einem Unternehmen im selben Job bleiben kann." Ein Ausweg sei lebenslanges Lernen – dafür müsse aber das Bildungssystem grundlegend umgestaltet werden.
Chatbot statt Call-Center-Mitarbeiter

Vor allem Systeme auf Basis künstlicher Intelligenz können den Menschen in immer mehr Berufen ablösen. Das können zum Beispiel Chatbots statt Call-Center-Mitarbeitern sein, oder Software, die in Anwaltskanzleien automatisch Unterlagen prüft. Fachleute warnen schon seit einiger Zeit, dass damit mit der Zeit dramatische Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt drohen.
KI-Forscher: Kreativität bleibt Sache der Menschen

[Update 20.1.2019 15:10 Uhr:] Die Ausbreitung von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt wird nach Ansicht eines der führenden Experten bei all ihrer Wucht auch viele Jobs verschonen. In den kommenden 15 Jahren würden zwar viele Arbeitsplätze entweder eins zu eins durch Maschinen mit künstlicher Intelligenz besetzt – oder als Folge des strukturellen Wandels diverser Branchen wegfallen, sagte der KI-Forscher Kai-Fu Lee am Sonntag auf der Innovationskonferenz DLD in München. "Aber es gibt auch viele Gründe für Hoffnung."

Denn künstliche Intelligenz sei nicht gut in kreativen, strategischen Aufgaben, die Planung oder den Umgang mit Ungewissheit erforderten, betonte Lee. Sie sei eher ein Werkzeug, um auf Datenbasis Aufgaben in einem klar definierten Bereich zu lösen. "Wenn sie kreativ sind und etwas Neues aufbauen – diese Jobs sind sicher, künstliche Intelligenz kann das nicht."

Sicher seien aber auch Arbeitsplätze, in denen Beziehungen zwischen Menschen im Mittelpunkt stünden. Lehrer, Krankenschwestern, Altenpfleger, Ärzte oder Reiseführer – bei solchen Jobs werde es sogar Zuwächse geben. "Denn künstliche Intelligenz kann nicht Vertrauen, Empathie und Mitgefühl im zwischenmenschlichen Umgang vortäuschen." Außerdem würden im KI-Umfeld auch ganz neue Arbeitsplätze entstehen. Aus diesen Gründen sehe er keine Gefahr von Massenarbeitslosigkeit.
USA und China dominieren den KI-Markt

Insgesamt sieht Lee China und die USA in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führungsrolle bei künstlicher Intelligenz. Er rechne fest damit, dass chinesische Unternehmen, die heute im Heimatmarkt dominieren, ihre Technologien auch international an den Markt bringen werden, sagte der 57-Jährige, der unter anderem für Apple, Microsoft und Google gearbeitet hatte und jetzt als Investor aktiv ist.

Die Gefahr für Europa sei, dass es bei der Dominanz von zwei solch großen Playern "keine Bronze-Medaille gibt". Dabei sei die KI-Forschung auf dem Kontinent sehr stark – aber wenn es zum Geldverdienen komme, landeten die europäischen Fachleute dann im Silicon Valley. (bme)

Quelle:heise.de
Autor: Predatorfighter | Mittwoch 23. 01. 2019 0 Kommentare


40-Millionen-Deal: Google kauft Smartwatch-Technik von Fossil
Allgemein Google baut sein Engagement bei Smartwatches aus und kauft Know-how vom Uhrenhersteller Fossil. Davon soll Wear OS profitieren. Google und die Fossil Gruppe haben eine Übereinkunft geschlossen, nach der Google von dem Uhrenentwickler Fossil gerade in Entwicklung befindliche Smartwatch-Technik und einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsabteilung übernimmt. Rund 200 dieser Mitarbeiter wolle Fossil jedoch selbst behalten. Nach Angaben von Fossil vom Donnerstag, ist der Deal rund 40 Millionen US-Dollar wert.

Google erhält damit ein erfahrenes Team an Hardware-Entwicklern und ein Portfolio an geistigem Eigentum für die Weiterentwicklung seines Samartwatch-Betriebssystems Wear OS. Welche Technik darunter genau fallen, haben beide Unternehmen nicht genannt. Bisher hat Google keine eigene Smartwatch im Programm, sondern stellt lediglich Smartwatch-Herstellern Wear OS zur Verfügung.

"Smartwatches, die auf Wohlbefinden ausgelegt, einfach sind, sich personalisieren lassen und die Anwender unterstützen, haben die Möglichkeit, das Leben zu verbessern, indem sie schnell und auf einen Blick die benötigten Informationen und Erkenntnisse zur Verfügung stellen", sagte Stacey Burr, Präsidentin des Produktmanagements der Google Wear-OS-Plattform von Google. "Die Übernahme der Technik und des Teams von Fossil unterstreicht unser Engagement für Wearables, um ein große Bandbreite an Smartwatches zu ermöglichen, die die sich ständig weiterentwickelnden Bedürfnisse der gesundheitsorientierten, mobilen Konsumenten unterstützt."
Neue Entwicklungen für alle

Unklar ist, was das Smartwatch-Team von Fossil entwickelt hat. Gegenüber Wareable habe Burr verlauten lassen, dass Google der Ansicht ist, die neuen Entwicklungen von Fossil selbst schneller einer breiten Masse zur Verfügung stellen zu können. Die sollen in Wear OS einfließen, sodass auch andere Partner im Wear-OS-Ökosystem darauf zugreifen können. Greg McKelvey, Vizepräsident der Fossil Gruppe sagte lediglich, dass es sich um Technik handeln soll, die Fossil auf Basis der Akquisition von Misfit weiterentwickelt haben will. Fossil hatte den Fitness-Tracker-Hersteller Misfit 2015 für 260 Millionen US-Dollar aufgekauft.

McKelvey kündigte an, dass die Entwicklungen in eine neue Fossil-Produktlinie einfließen würden. "Derzeit konzentrieren wir uns darauf, die Produktentwicklung abzuschließen", sagte er Wareable.

Der Deal mit Google soll nach Angaben von Fossil noch im Januar abgeschlossen werden. (olb)

Quelle: heise.de
Autor: Predatorfighter | Mittwoch 23. 01. 2019 0 Kommentare


Gravierende Sicherheitslücken in Fortnite-Anmeldung geschlossen
Allgemein Angreifer hätten die Konten von Millionen Fortnite-Spielern kapern, die Spieler abhören und mit deren Geld Items im Fortnite Store kaufen können. Fortnite ist momentan das meistgespielte Videospiel auf dem PC. Millionen Spieler spielen es zu jeder Tages- und Nachtzeit. Da die Entwickler des Free-to-Play-Shooters ihr Geld mit In-App-Käufen im Spiel machen, haben viele Spieler ihren Account mit Zahlungsmitteln verknüpft, um den Fortnite Store nutzen zu können. Das hat sich auch bei Online-Kriminellen herumgesprochen, die es immer öfter neben FIFA- und Counterstrike-Spielerkonten auch auf Fortnite-Accounts abgesehen haben. Sicherheitsforscher haben jetzt entdeckt, wie Angreifer durch einfache Manipulation eines Links die Kontrolle über ein Fortnite-Konto erlangen konnten.
XSS-Angriff auf OAuth-Session

Epic Games, das Entwicklerstudio hinter Fortnite, hat die Sicherheitslücke in den eigenen Systemen mittlerweile behoben. Die Entwickler waren von der Sicherheitsfirma Checkpoint darauf aufmerksam gemacht worden. Die Sicherheitsforscher hatten entdeckt, dass über bestimmte Subdomains auf den Epic-Servern, die selbst nichts mit Fortnite zu tun hatten, Cross-Site-Scripting-Angriffe (XSS) möglich waren.
Die Sicherheitsforscher verleiten einen Server von Epic Games dazu, das Fortnite-Anmelde-Token des Opfers auszugeben

Die Sicherheitsforscher verleiten einen Server von Epic Games dazu, das Fortnite-Anmelde-Token des Opfers auszugeben

(Bild: Checkpoint)

Ein Angreifer konnte einem Fortnite-Spieler so einen Link unterschieben – etwa über eine Messenger-Nachricht oder ein soziales Netzwerk – der beim Klick durch das Opfer dessen OAuth-Login-Token an die Website des Angreifers übermittelte. Um das zu missbrauchen, hätte der Angreifer nur eine überzeugende Angriffswebsite bauen und Fortnite-Spieler dort hin locken müssen. Der Angriff funktioniert allerdings nur, wenn der Spieler per Single Sign-on sein Fortnite-Konto mit einem anderen Dienst verknüpft hat, etwa Facebook, Google, Nintendo, dem PlayStation Network oder XBox Live. Das ist vor allem wahrscheinlich, wenn der Nutzer das Spiel neben dem PC auch noch auf einer Konsolen-Plattform spielt. Das bei dieser Anmeldung genutzte OAuth-Token kann der Angreifer dann kopieren.
Handel mit In-Game-Gegenständen

Mit dem Zugriff auf das Fortnite-Konto des Opfers hätte der Angreifer dann Gegenstände im Fortnite Store über die Zahlungsmittel des Opfers kaufen können. Da man in Fortnite Gegenstände verschenken kann, können Online-Kriminelle solche ergaunerten Items über Drittseiten weiterverkaufen und damit Geld machen. Angreifer hätten außerdem den Ingame-Chat des Opfers mithören können, ohne dass dem betroffenen Spieler dies auffällt. Da der Hacker bei dem Angriff ein Anmelde-Token kopiert nutzt er dieselbe Session wie das Opfer. Der angegriffene Spieler wiederum bekommt von dem Angriff nichts mit.

Der Beschreibung von Checkpoint nach gab es keine Anzeichen dafür, dass bisher Fortnite-Konten über diese Lücke gekapert wurden. Und da Epic Games die Lücke geschlossen hat, sind Fortnite-Konten wohl auch in Zukunft erst einmal sicher. Fortnite-Spieler, wie andere Internet-Nutzer auch, sollten trotzdem Vorsicht walten lassen und nicht auf unbekannte Links klicken. Manchmal reicht schon ein solcher unachtsamer Klick, um die Login-Daten bei anderen Webseiten abzugreifen. (Fabian A. Scherschel) / (fab)

quelle:heise.de
Autor: Predatorfighter | Mittwoch 23. 01. 2019 0 Kommentare




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