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Streit um Ersatzteile: Apple hält an Klage gegen freien Reparatur-Shop fest
Allgemein Streitpunkt sind aufbereitete Bildschirme, Apple hält diese für gefälscht. iPhone-Originalersatzteile können freie Werkstätten nicht beziehen.



Apples Markenrechtsklage gegen einen unabhängigen Reparaturdienstleister in Norwegen ist nun in Berufung gegangen. Der iPhone-Hersteller wirft dem Shop-Inhaber weiterhin vor, eine größere Menge gefälschter iPhone-Displays bezogen zu haben und damit Apples Warenmarken zu verletzen.

Ursprünglich forderte der Hersteller eine Unterlassungserklärung und die Verpflichtung, keine derartigen Produkte mehr einzukaufen. Da der Inhaber dies ablehnte, zog Apple vor Gericht – und verlor 2018 in erster Instanz.
Bildschirme mit übermaltem Apple-Logo

Das Apple-Logo auf den aus Asien bestellten Bildschirmen sei verdeckt gewesen und der Dienstleister habe auch kein Interesse gehabt, dieses freizulegen, urteilte das Gericht im vergangenen Jahr. Apple hatte damals bereits angekündigt, Berufung einlegen zu wollen. Der Konzern argumentierte nun erneut vor Gericht, es handele sich um Fälschungen, wie das Magazin Motherboard berichtet.

Streitpunkt sind gut 60 Displays, die der norwegische Zoll schon bei der Einfuhr beschlagnahmt hat – und Apple anschließend darüber in Kenntnis setzte. Auf den Displays sind offenbar Apple-Logos aufgebracht, die übermalt wurden.
Keine Originalersatzteile für freie Werkstätten

Der Anwalt des Shop-Inhabers erklärte gegenüber Motherboard, die Bildschirme bestünden sowohl aus Apple-Originalteilen als auch aufbereiteten Komponenten aus anderer Quelle. Da die Logos abgedeckt seien und die Displays nicht als Originale verkauft würden, handele es sich auch nicht um Fälschungen. Eine Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet.

Der Fall wird aufmerksam von freien Reparaturdienstleistern beobachtet: Sie müssen zwangsläufig auf iPhone-Komponenten vom Graumarkt zurückgreifen, da Apple Originalersatzteile bislang ausschließlich selbst verbaut und an autorisierte Handelspartner ausgibt. Nach Apples Ansicht können nur autorisierte Werkstätten eine ordentliche Reparatur garantieren.
Autor: Predatorfighter | Samstag 08. 06. 2019 0 Kommentare


Skype erlaubt Screen-Sharing in iOS- und Android-App
Allgemein Das aus der Desktop-Version von Skype bekannte Screen-Sharing-Feature ist ab sofort auch in der iOS- und der Android-App von Skype verfügbar



Wer Freunden in Chats oder Videokonferenzen in Skype einen Blick auf eigene Dateien oder den Bildschirm gewähren möchte, kann das auf dem PC seit 2018 schon tun. Nun hält die Funktion zum Screen-Sharing auch in den Apps für iOS und Android Einzug.

Dadurch lässt sich Freunden zum Beispiel bei Schwierigkeiten mit dem Smartphone helfen, indem der Bildschirminhalt des Geräts via App an das eigene Mobilgerät übertragen wird. Die entsprechende Schaltfläche findet sich bei einem laufenden Videochat unten rechts, versteckt hinter dem Button mit drei Punkten. Dort kann in einem weiteren Untermenü ein Screen-Broadcast gestartet werden, der den gesamten Bildschirminhalt an den Gesprächspartner übermittelt. Außerdem finden sich hier Schaltflächen für die Aufzeichnung eines Anrufs oder zum Einblenden von Untertiteln.
Mehr Übersicht in der App

Gleichzeitig hat Skype auch das Design seiner App überarbeitet. Ein doppeltes Antippen des Bildschirms blendet bei einem laufenden Videochat die Steuerelemente aus. Ein einmaliges Antippen bringt die Schaltflächen zum Beenden des Gesprächs oder zum Stummschalten des Mikros wieder in den Vordergrund. Screen-Sharing in Skype erfordert ein iPhone oder iPad mit iOS 12 oder höher. Auf dem Android-Gerät muss mindestens Android 6.0 installiert sein. Ein erhöhter Datenverbrauch von Screen-Sharing im Vergleich zu einem normalen Videotelefonat ist laut Hersteller nicht zu erwarten. (dahe)
Autor: Predatorfighter | Samstag 08. 06. 2019 0 Kommentare


Baldur's Gate 3: RPG-Klassiker wird auf Stadia und PC fortgesetzt
Allgemein Das Studio Larian arbeitet an Baldur's Gate 3 – und hat dafür seine Mitarbeiterzahl verdreifacht. Einen ersten Vorgeschmack gibt ein finsteres Teaser-Video.



Eine der bekanntesten Spielereihen überhaupt bekommt eine Fortsetzung: 19 Jahre nach dem Release von Teil 2 befindet sich "Baldur's Gate 3" bei Larian Games in Entwicklung. Das belgische Studio arbeitet für das Rollenspiel mit dem D&D-Team von Wizards of the Coast zusammen. Um mit "Baldur's Gate 3" den Hoffnungen der zahlreichen Fans gerecht zu werden, hat Larian nach eigenen Aussagen die Größe des Entwickelerteams verdreifacht.

Einzelheiten zu "Baldur's Gate 3" gibt es bisher kaum. In einem ersten Render-Trailer ist zu sehen, wie ein Soldat sich in ein Tentakel-Monster verwandelt – die Bilder erinnern an H. P. Lovecraft. Eine dunkle Präsenz kehrt zu Baldurs Tor zurück und bedrohe die Vergessenen Reiche, teilt Larian zum Setting des dritten Teils mit.

"Baldur's Gate 3" wurde im Rahmen des von Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia angekündigt, soll aber auch als normale PC-Fassung erscheinen. Einen Release-Termin für Baldur's Gate 3 gibt es noch nicht.

Der gute Ruf der Larian Studios

Die belgischen Larian-Studios entwickeln seit den frühen 2000er-Jahren vor allem Rollenspiele im Divinity-Universum. Der Durchbruch gelang mit den beiden Spielen der "Original Sin"-Reihe: Teil 1 erschien 2014 und fuhr positive Kritiken ein. Zum richtigen Hit wurde dann aber das drei Jahre später veröffentlichte "Divinity: Orignal Sin 2", das beim Review-Aggregator Metacritic bärenstarke 93 von 100 Punkten hält – das rundenbasierte Taktik-Rollenspiel löste bei Kritikern und Spielern Begeisterung aus.

Der erste Teil von "Baldur's Gate" kam 1998 in den Handel, er gilt als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Das von Bioware entwickelte RPG basiert auf dem Rollenspielsystem von Dungeons & Dragons und wird wie die beiden "Original Sin"-Teile aus der isometrischen Perspektive gespielt: Der Spieler schaut von schräg oben auf das Geschehen herab. Zwei Jahre später brachte Bioware mit "Baldur's Gate 2" einen ebenfalls gefeierten Nachfolger auf den Markt. Beide Titel wurden vor allem für ihre Geschichte gelobt. Auch heute kann man die RPG-Klassiker noch spielen: Auf Steam und GoG gibt es zu Teil 1 und 2 überarbeitete Enhanced Editions, die einen reibungslosen Betrieb auch auf modernen Systemen sicherstellen.

Isometrische Rollenspiele sind seit den Zeiten von Baldur's Gate und Planescape Torment zwischenzeitlich aus der Mode gekommen. Seit ein paar Jahren erleben sie aber eine Renaissance – mit neuen, hochwertigen Titeln, für die neben Larian selbst zum Beispiel auch Obsidian Entertainment (Pillars of Eternity) verantwortlich ist. Deutlich wurde das Interesse an isometrischen Rollenspielen spätestens, als im Jahr 2012 Obsidians Kickstarter zu Pillars of Eternity alle Rekorde sprengte.
Autor: Predatorfighter | Samstag 08. 06. 2019 0 Kommentare




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