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Disney-Chef: Kein Verkauf an Apple geplant
Allgemein Disney-CEO Bob Iger hat eine Übernahme durch Apple als Spekulation abgetan. Die Fusion brachte der Manager einst selbst ins Gespräch.


Nach der Rückkehr an die Spitze des Unterhaltungskonzerns Disney hat Bob Iger die Gerüchte über einen Aufkauf durch Apple klar zurückgewiesen: In einem großen internen Meeting erklärte der Konzernchef Berichte über eine solche Fusion der beiden Unternehmen gegenüber Mitarbeitern als "reine Spekulation", schreiben US-Medien unter Verweis auf informierte Personen. Disney könne sich allein auf dem Markt behaupten. Auch Disney selbst habe derzeit keine weiteren großen Übernahmen anderer Firmen im Blick, betonte Iger zugleich.
Igers Rückkehr sorgte für Apple-Spekulationen

Iger hat im November überraschend erneut die Führung von Disney übernommen und damit die Verkaufsspekulationen losgetreten. Mit Disney+ ist der Unterhaltungskonzern aus dem Stand zu einem Riesen im Streaming-Geschäft geworden, hohe Kosten, Fehltritte des geschassten Vorgängers Bob Chapek und ein niedriger als erwarteter Quartalsgewinn sorgten zuletzt aber für Enttäuschung an der Börse.

Die Verbindungen zwischen Disney und Apple reichen weit zurück und gelten als eng, besonders zwischen Iger und dem verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Als frischer Disney-Chef kaufte Iger im Jahr 2006 Steve Jobs’ auf Computeranimation spezialisiertes Studio Pixar – und holte den damaligen Apple-Chef in den Disney-Verwaltungsrat. Im Jahr 2019 schrieb Iger in einem Buch, wenn Steve Jobs noch am Leben wäre, hätte man die Konzerne wohl zusammengelegt oder die Möglichkeit zumindest "sehr ernsthaft erörtert". Seitdem wird regelmäßig über eine Apple-Disney-Fusion spekuliert.
Apples wachsende Entertainment-Ambitionen

Apple ist in den letzten Jahren immer tiefer in das Medien-, Streaming- und Abogeschäft eingestiegen und steckt längst Milliarden in die Produktion eigener Inhalte für den Dienst TV+. Bei Übernahmen zeigte sich Apple bislang allerdings sehr konservativ, der größte Kauf der letzten Jahre war die Marke Beats – mit rund 3 Milliarden US-Dollar ein vergleichsweise kleiner Deal neben vielen Riesenübernahmen in der Technik- und Unterhaltungsbranche. Mit dem erwarteten Einstieg in den Markt für Mixed-Reality-Headsets dürfte Apple auch seine Entertainment-Ambitionen weiter ausbauen.

(lbe)
Autor: Predatorfighter | Donnerstag 01. 12. 2022 0 Kommentare


Sony-Sensor soll Bildqualität beim nächsten iPhone drastisch steigern
Allgemein Apple bleibt Sony treu – und das soll die Kamera von iPhones deutlich besser machen. Dahinter dürfte ein neuartiger Stacked-CMOS-Sensor stecken.


Bildsensoren von Sony soll Apple auch in der iPhone-Generation des Jahres 2023 verbauen. Dies berichtet das japanische Wirtschaftsmedium Nikkei. Dabei soll die Lichtempfindlichkeit nahezu verdoppelt werden, überbelichtete oder unterbelichtete Bereiche stark reduziert werden. Wenn der Rest der Optik und die Software mitspielen, dürfte sich so auch der Dynamikumfang deutlich erhöhen.

Die Angaben von Nikkei deuten stark darauf hin, dass es sich bei dem Sensor um ein Modell mit Sonys Stacked-CMOS-Technik handelt. Wurde der Begriff bisher vor allem für Sensoren mit integriertem DRAM verwendet – auch von Sony –, so ist die neue Bauform deutlich verschieden. Sony hat bereits im Dezember 2021 einen derartigen Sensor angekündigt und später auch in einem Youtube-Video ausführlich vorgestellt.

Anders als bei herkömmlichen CMOS-Sensoren sitzen bei dem neuen Bauteil die Fotodioden und die Pixeltransistoren nicht nebeneinander. Stattdessen werden sie in zwei Schichten angebracht, also gestapelt, im Englischen "stacked" genannt. Wie Sony bereits verraten hat, werden beide Schichten in verschiedenen Fertigungsprozessen hergestellt, die auf Dioden oder Pixeltransistoren getrennt optimiert sind. Sie werden auf getrennten Wafern hergestellt und dann zum Sensor zusammengesetzt und durchkontaktiert.

Sonys Grafiken zufolge ist die Fotodiode dann doppelt so groß; das Unternehmen gibt an, dass sich der Signalsättigungswert in etwa verdoppelt. Das brächte eine deutliche Steigerung der Lichtempfindlichkeit und geringeres Luminanzrauschen mit sich. Entsprechend spricht Nikkei von allgemein geringerem Rauschen und gesteigertem Dynamikumfang. Vor allem bei wenig Licht dürfte sich das bemerkbar machen, aber auch bei sehr kontrastreichen Motiven in direktem Sonnenschein.
Das Kind hat noch keinen Namen

Bemerkenswert ist, dass weder Nikkei noch Sony dem Sensor bisher einen Namen gegeben haben, und von dem interessanten Bauteil seit Monaten kaum zu hören war. Apple denkt sich für technische Fortschritte, die es als eines der ersten Unternehmen verbaut, gerne eigene Marketingnamen aus, verrät sie aber erst bei der Vorstellung der entsprechenden Geräte. Ein Beispiel ist das bekannte "Retina-Display".

Exklusiv dürfte Apple den Chip nicht haben, denn laut Bericht soll Sony den Sensor 2023 auch anderen Smartphone-Herstellern zur Verfügung stellen. Von anderen Einsatzbereichen als Handykameras ist bisher keine Rede.

(keh)
Autor: Predatorfighter | Donnerstag 01. 12. 2022 0 Kommentare




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