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Bei Call of Duty: Warzone und Modern Warfare warten Spieler auf den Start der Season 4, die eigentlich am 3. Juni losgehen sollte. Nun deuten Hinweise daraufhin, dass es am Mittwoch, dem 10. Juni, soweit ist. Sogar die Uhrzeit für den Release ist bekannt.

Wann startet die Season 4? Das nun gefundene Release-Datum für Season 4 ist Mittwoch, der 10. Juni, um 8 Uhr morgens unserer Zeit. Das wäre exakt eine Woche nach dem ursprünglichen Release-Datum am 3. Juni 2020.

Der Start der Saison wurde kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben, um der Berichterstattung über die „Black Lives Matter“-Bewegung in den USA mehr Platz zu ermöglichen.

Daher kommen die Informationen: Der Dataminer „TheMW2Ghost“ hat ein File in den Daten gefunden, die auf dieses Release-Datum hinweisen.

Andere Dataminer haben diesen Fund nachvollzogen: Das Datum für Season 4 stehe tatsächlich so in den Files, heißt es. Das wurde von mehreren Quellen bestätigt.

Call of Duty wird wohl Entwicklung in den USA abwarten

Wie wahrscheinlich ist es, dass es dann losgeht? Es ist auch ohne Datamining nachzuvollziehen, dass Mittwoch, der 10. Juni, der logische Start für Season 4 ist.

Denn der Start der Season wurde nicht aus technischen Gründen vollzogen oder weil irgendwas mit dem Build nicht stimmte, sondern aus Respekt vor der aktuellen Lage in den USA. Daher ist es wahrscheinlich, dass Activision Blizzard den normalen Update-Ablauf und Zeitplan beibehalten will, nur um eine Woche zeitversetzt.

Dennoch ist der Start nicht sicher, da in den USA aktuell eine dynamische Situation herrscht, die jederzeit weiter eskalieren könnte. Sollten die Unruhen in den Städten weiter hochkochen, ist es gut möglich, dass der Start der Season 4 ein weiteres Mal verschoben wird.

In manchen Teilen der USA herrschten in den letzten Tag bürgerkriegsähnliche Zustände. Ein Reizthema ist es, dass Polizisten aussortierte Militärausrüstung verwenden. Daher ist ein Military-Shooter wie Call of Duty: Modern Warfare in einer schwierigen Situation.

Um der „Black Lives Matter“-Bewegung mehr Raum zu lassen, wurde zudem das wichtige Reveal-Event für die PS5 verschoben, auch Fortnite hat erstmal alle Pläne für neue Inhalte auf Eis gelegt. Im Moment geben einige Spiele-Firmen bekannt, dass es nicht die „richtige Zeit ist“, um über Games zu sprechen.



Autor: Predatorfighter | Sonntag 07. 06. 2020 0 Kommentare


Nicht einmal jetzt ist Trump willens, die geschundene Seele der Nation zu heilen


Erst kam die Corona-Pandemie, dann die große wirtschaftliche Depression und jetzt erschüttern Unruhen nach dem Tod eines schwarzen Polizeiopfers das Land. Statt zur Mäßigung beizutragen, feuert Präsident Trump die Wut noch an.

Die oft beschriebene und beklagte „Spaltung Amerikas“ ist mindestens so alt wie die Nation selbst. Mögen auch die Gräben zwischen Stadt und Land, Arm und Reich, Demokraten und Republikanern zuletzt tiefer geworden sein – aktuell leiden die USA unter gleich drei Krisen, die vor einem halben Jahr kaum absehbar waren. Sie sind in mehrfacher Hinsicht miteinander verknüpft.

Erstens: Die Corona-Epidemie hat allen das teils dysfunktionale Gesundheitssystem des Landes vor Augen geführt. Der Anstieg der Infektionen ist gebremst, die Zahl der aktiven Fälle aber bleibt hoch, und mehr als 104.000 Amerikaner sind infolge von Covid-19 gestorben.

Zweitens: Mehr als 40 Millionen Menschen in den USA sind arbeitslos, fast jeder Sechste. Das Land erlebt eine Rezession wie seit der Großen Depression nicht mehr.

Drittens: Eine Welle von Gewalt hält das Land in Atem, es gibt so viele Ausgangssperren wie seit 1968 nicht mehr. Damals waren es die Unruhen nach der Ermordung Martin Luther Kings, heute sind es Wut und Frust über den gewaltsamen Tod George Floyds. Die Ungleichbehandlung der Afroamerikaner treibt viele Menschen um. Sie sterben proportional öfter als Weiße an Corona, sie werden rascher arbeitslos. Dass Afroamerikaner weniger verdienen als Weiße, wird in den USA weitgehend achselzuckend hingenommen. Warum eigentlich?

Mit Covid-19 und dem noch immer präsenten Rassismus sind die USA gewissermaßen von zwei Viren befallen. Die Weltmacht Amerika erscheint in diesen Tagen wie ein um sein Leben kämpfender Patient. Stärker denn je bräuchte das Land nun Führungsstärke, also: einen Präsidenten mit Willen und Fähigkeit, die Menschen zu überzeugen und hinter sich zu versammeln. Donald Trump aber führt sich seit jeher auf als Spalter, nicht als Staatsoberhaupt aller Amerikaner. Nicht einmal in dieser dramatischen Situation ist er willens und in der Lage, die geschundene Seele der Nation zu heilen.

Ob Donald Trump aus der Gewalt dieser Tage, wie erhofft, politisch Honig saugen kann, ist noch nicht absehbar. Gewählt wird in gut fünf Monaten. Noch vor vier Monaten debattierte der Senat über ein Amtsenthebungsverfahren, vor drei Monaten galt Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat. Ein Tag in der amerikanischen Politik wirkt manchmal wie ein ganzes Jahr. Am 3. November haben die Amerikaner die Wahl. Es täte dem Land gut, wenn es ein wenig zur Ruhe fände und wieder einmal tief durchatmen könnte.

Welt.de
Autor: Predatorfighter | Dienstag 02. 06. 2020 0 Kommentare




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