» News
Telekom verkauft Mehrheit an Funkturmgeschäft an nordamerikanische Investoren
Allgemein Die Telekom gibt 51 Prozent ihres Funkturmgeschäfts der Tochter GD Towers ab und erhält dafür 17,5 Milliarden Euro.



Die Deutsche Telekom gibt die Mehrheit an ihrem Funkturmgeschäft in Deutschland und Österreich der eigenen Tochter GD Towers an die US-Infrastrukturfirma Digital Bridge sowie den kanadischen Infrastrukturinvestor Brookfield Asset Management ab. Das teilt die Telekom am Donnerstag mit. Der Deal ist rund 17,5 Milliarden Euro schwer. Der Telekom-Aufsichtsrat hat dem Geschäft bereits zugestimmt.

Bei dem Deal geht es um mehr als 40.000 Funktürme. Die Telekom verkauft dabei allerdings nicht das gesamte Geschäft. 51 Prozent gehen an die beiden Käufer, 49 Prozent hält weiterhin die Telekom. Der Vertrag hat laut Telekom eine Laufzeit von 30 Jahren und umfasst eine langfristige Leasingvereinbarung für Telekom Deutschland und Magenta Austria.

Der Kontrakt regelt dabei den Zugang zu den Funktürmen. So gebe es "einen garantierten Zugang" zu strategisch entscheidenden Standorten und einen bevorzugten Zugriff "auf freie Standortkapazitäten für künftige Netz-Upgrades". Außerdem behält sich die Telekom ein Rückkaufsrecht vor, um das Funkturmgeschäft wieder unter die eigene Kontrolle zu bekommen. Dazu müsse sie jedoch eine nicht genannte Summe zahlen, schreibt das Handelsblatt, das sich auf Unternehmenskreise beruft.
Bieterwettbewerb mit überraschendem Ausgang

Das Interesse an dem lukrativen Funkturmgeschäft ist groß. Entsprechend "dramatisch" sei das Finale im Bieterwettstreit verlaufen, schreibt das Handelsblatt, das in seiner Vorabmeldung jedoch lediglich von einem Anteilsverkauf der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), die Teil von GD Towers ist, schreibt.

Am Wochenende habe es demnach noch so ausgesehen, als würde der Investor KKR oder die spanische Cellnex, die das Funkturmgeschäft in Europa dominiert, als Sieger hervorgehen. Dabei hätten beide Unternehmen ihre Pfunde in die Waagschale geworfen. Besonders Cellnex, mit dem die Telekom bereits in den Niederlanden zusammenarbeitet, habe mit ihrer Erfahrung punkten können. Die Telekom hätte dafür einen Anteil an Cellnex in Höhe von zunächst zehn, später dann 20 Prozent erhalten. Allerdings soll das der Telekom angesichts des ungünstigen Aktienverlaufs und einer in Aussicht stehenden Rezession zu unsicher gewesen sein, sodass sich Cellnex geschlagen geben musste und ausstieg.

Hier kam dann Digital Bridge aus Florida ins Spiel, die im Bieterwettstreit nie ganz vorn gelegen hätte. Sie hätte sich dann mit Brookfield zusammengetan, sodass beide das Geschäft für sich entscheiden konnten. KKR ging leer aus.

Die Telekom verspricht sich von dem Deal einen Barmittelzufluss in Höhe von 10,7 Milliarden Euro. Das Geld soll zur Konzernentschuldung sowie zur Erhöhung des Anteils an T-Mobile US verwendet werden. Die Telekom strebt bei T-Mobile US eine Mehrheit von 50,1 Prozent an.
Zustimmung der Kartellbehörden

Das Geschäft mit GD Towers soll nach Angaben der Telekom bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Dazu müssen jedoch noch die Kartellbehörden zustimmen. An der Spitze von GD Towers werde es keine Änderungen geben. Der bisherige Chef Bruno Jacobfeuerborn soll weiterhin die Geschäfte führen.

Der geplante Verkauf der Mehrheit der Funkturmsparte hatte sich bereits Ende 2021 angedeutet. Telekom-Chef Tim Höttges hatte im Mai 2022 angekündigt, das Funkturmgeschäft strategisch überprüfen zu wollen. Die Telekom sollte sich demnach auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ansonsten mit spezialisierten Partnern zusammenarbeiten.

(olb)
Autor: Predatorfighter | Sonntag 24. 07. 2022 0 Kommentare


Netflix-Abo mit Werbung: Microsoft wird Anzeigenpartner
Allgemein Netflix will sein Werbeabonnement mithilfe von Microsoft umsetzen. Der Tech-Riese soll Technik und Sales-Expertise bereitstellen.



Wallhacker,Aimcheater,Soundhacker,Spielecheater.Bitte bannen dieser Spieler spielt mit Cheats ! Und beleidigt in Sprach-/Spielechat Mitspieler! Netflix hat seinen Partner für das geplante Streaming-Abo mit Werbung gefunden: Microsoft wird als Partner künftig die Technik und Sales bei Werbeanzeigen auf Netflix betreuen. Mit dem Werbeabonnement, das Netflix im Juni angekündigt hat, reagiert der Streamingdienst auf enttäuschende Entwicklungen bei den Nutzerzahlen. Es soll als günstigere Alternative zu den bisherigen Stufen angeboten werden.

So sollen neue Abonnentinnen und Abonnenten gewonnen werden. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge verhandelte der Streamingdienst mit mehreren potenziellen Partnern für das Werbegeschäft, darunter auch Google und NBCUniversal.

Dass die Wahl nun auf Microsoft fiel, soll auch an der strategischen Position des Software-Unternehmens liegen, schreibt das Wall Street Journal: Microsoft habe Netflix versichert, keine eigenen Streamingdienste anbieten zu wollen. Das steht im Gegensatz zu Google und NBCUniversal, die eigene Streaming-Plattformen und Videodienste betreiben.
"Innovation und Datenschutz"

"Microsoft hat die erprobte Fähigkeit, alle unsere Werbeanforderungen zu unterstützen, während wir gemeinsam unser neues werbefinanziertes Angebot entwickeln", schreibt Netflix-Manager Greg Peters in einer Mitteilung. Außerdem biete Microsoft Innovationsfähigkeit und starken Datenschutz für Abonnentinnen und Abonnenten. Peters weist außerdem darauf hin, dass die Kooperation noch in Kinderschuhen stecke – bis das Werbeabo fertig ist, könnte es also noch dauern. Derzeit ist offen, wie oft und wie lange Netflix seine Inhalte für Nutzerinnen und Nutzer des Werbeabos mit Anzeigen unterbrechen möchte.

Microsoft hat seine Werbeabteilung Ende des vergangenen Jahres mit dem Zukauf des Dienstleisters Xandr gestärkt. "Das ist ein großer Tag für Netflix und Microsoft", kommentiert Microsoft-Manager Mikhail Parakhin die Partnerschaft mit dem Streaming-Unternehmen. "Wir freuen uns darauf, unseren Vermarktern und Partnern neuen Mehrwehrt anzubieten und Netflix dabei zu helfen, seinen Kunden mehr Auswahl zu geben."

Netflix gegen die Krise

Wegen seiner schwachen Quartalszahlen war Netflix in den vergangenen Monaten verstärkt unter Druck geraten. Im Mai musste das Unternehmen 150 Stellen streichen, im Juni folgten 300 weitere. Die Kündigungen begründete Netflix mit dem stockenden Wachstum. Im April hatte der Streamingdienst erstmals einen Rückgang der Abonnentenzahl öffentlich gemacht, im ersten Quartal 2022 gingen demnach 200.000 Bezahlabos verloren. Der Großteil davon entfällt auf den russischen Markt, von dem Netflix sich vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Ukraine verabschiedete. Doch auch ohne den Verlust der russischen Nutzerinnen und Nutzer wären die Netflix-Zahlen unterhalb der Erwartungen geblieben.

Die Verluste will Netflix einerseits mit dem geplanten Werbeabo kompensieren. Außerdem sollen künftig von mehreren Personen genutzte Accounts verstärkt zur Kasse gezogen werden. Laut den Nutzungsbedingungen von Netflix ist das sogenannte "Account Sharing" nur dann erlaubt, wenn Personen auch im gleichen Haushalt leben. In der Praxis werden Netflix-Accounts aber häufig auch außerhalb des Haushaltes genutzt.

Laut US-Marktforschungsinstitut Magid geben 33 Prozent aller Netflix-Nutzer ihre Zugangsdaten an mindestens eine Person weiter. Netflix testet sein verstärktes Vorgehen gegen das Teilen von Konten in Chile, Peru und Costa Rica. Kundinnen und Kunden haben dort die Möglichkeit, für eine kleine Zusatzgebühr Personen außerhalb ihres Haushaltes in ihr Abo aufzunehmen.

(dahe)
Autor: Predatorfighter | Sonntag 24. 07. 2022 0 Kommentare




[ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 ] »