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Tiger Lake: Intel startet die 11. Core-i-Generation
Allgemein Intel hat die nächste Generation seiner Core-i-Prozessoren (Codename Tiger Lake) offiziell vorgestellt.

Intel hat die unter dem Codename Tiger Lake entwickelten Prozessoren offiziell als die elfte Core-i-Generation vorgestellt. Damit ausgestattete Notebooks sollen bereits in wenigen Wochen verfügbar sein.

Zum Start sind sieben Modelle vorgesehen: drei Core i7 und je zwei Core i5 und Core i3. Die i3 sind Doppelkerne, die restlichen Prozessoren sind Quad-Cores. Anders als früher gibt es keine nominellen TDP-Angaben mehr, sondern nur noch TDP-Fenster: Modelle, die in der Typennummer eine 0 vor dem G haben, sollen je nach System zwischen 7 und 15 Watt verbraten, solche mit 5 vor dem G hingegen zwischen 12 und 28 Watt. Passend dazu gibt es auch keinen garantierten Basistakt mehr – er hängt ebenfalls von der jeweils gesetzten TDP ab.

Das mag ungewöhnlich erscheinen, trägt aber der Tatsache Rechnung, dass besonders flotte Notebooks auch bislang schon aufwändige Kühlsysteme mitbrachten und die verwendeten Prozessoren – egal ob von Intel oder von AMD – dort mehr als die nominellen 15 Watt verheizten.

Noch keine Benchmarks

Apropos AMD: Intels Gregory Bryant ließ es sich bei der Produktpräsentation nicht nehmen, mit "it rises above all imitators" einen Seitenhieb gegen die Ryzen-4000-Prozessoren auszuteilen. Er untermauert seine Aussage allerdings lediglich mit spezifischen Beispielen wie etwa dem KI-beschleunigten Kolorieren und Hochskalieren von Bildern. Die im Prozessor enthaltene GPU Iris Xe – die erste Inkarnation von Intels neuer Grafikarchitektur – schaffte im Rennspiel Grid um die 60 fps, während ein System mit Ryzen 7 4800U nur um die 35 fps schaffte und ein Vergleichsnotebook mit Nvidia GeForce MX350 noch weniger.

Wie sich die Prozessoren in anderen Aufgaben und Spielen schlagen, müssen künftige Tests zeigen. Anders als bei früheren Prozessorvorstellungen hat Intel diesmal vorab weder Samples noch Detailinformationen an Pressevertreter verteilt.


Project Athena 2.0
Intels Evo-Logo für Notebooks gemäß Project-Athena-2.0-Spezifikation

Intel

Zusammen mit der elften Core-i-Generation startet auch die zweite Generation der Notebook-Spezifikation Project Athena. War diese bislang eher konfus gehalten, gibt es nun harte Fakten: Mindestens 9 Stunden Laufzeit, Wi-Fi 6 und Thunderbolt 4 sind Pflicht. Im Handel erkennt man passende Notebooks am neuen Evo-Aufkleber.

Und wo wir grade bei Aufklebern und Logos sind: Intel ändert mit dem Start der elften Core-i-Generation nicht nur das Design seiner Sticker und Produktgrafiken, sondern hat auch sein Firmenlogo einer Frischzellenkur unterzogen. (mue)
Autor: Predatorfighter | Freitag 04. 09. 2020 0 Kommentare


GeForce MX450: Nvidias erste PCIe-4.0-GPU kommt für Notebooks
Allgemein Nvidia bringt PCI Express 4.0 und GDDR6-RAM in die Einsteigerklasse, um schneller zu bleiben als Intels Tiger-Lake-Grafik.



Nur ein halbes Jahr nach der Vorstellung der GeForce MX350 folgt die GeForce MX450. Nvidia hat den Einsteigergrafikchip für Notebooks angekündigt und wirbt erstmals mit PCI Express 4.0. Außerdem dabei ist zudem flotter GDDR6-RAM, der bisher der gehobenen Mittelklasse und Highend-GPUs vorbehalten war.

Genauere Spezifikationen verrät Nvidia weder in der Pressemitteilung noch auf der GeForce-MX450-Produktwebseite. Die im Mobilumfeld oft gut informierte Website Notebookcheck berichtete schon im Februar 2020 von einem MX350-Nachfolger mit PCIe 4.0 und brachte den TU117-Grafikchip der GeForce GTX 1650 ins Spiel. Die GPU nutzt im Vollausbau 1024 Shader-Kerne und hat ein 128 Bit breites Interface, das mit GDDR6 sowie GDDR5 umgehen kann. Neu wäre allerdings das PCIe-4.0-Interface, das Nvidia demnach bisher auf 3.0-Geschwindigkeit beschränkt hätte.

Eine Abgrenzung zur mobilen GeForce GTX 1650 wäre mittels Teildeaktivierung, zum Beispiel auf 896 Shader-Kerne, eine Verringerung des Powerlimits und dadurch niedrigere Taktfrequenzen denkbar. Die bisherige GeForce MX350 nutzt 512 Shader-Kerne und bis zu 4 GByte GDDR5-RAM an 64 Datenleitungen.

Für Tiger-Lake-Notebooks

PCIe 4.0 kann die GeForce MX450 derweil nur in Notebooks mit Intels kommenden Tiger-Lake-Prozessoren (Core i-1100G) einsetzen. AMD beschränkt die Ryzen-4000U/H-Kombiprozessoren auf PCIe 3.0, um Strom und Chipfläche zu sparen.

Tiger Lake dürfte die GeForce MX450 überhaupt erst notwendig machen: Viele Notebook-Hersteller paaren Einsteigermodelle mit Nvidias günstigsten Grafikchips, um mit dem Einsatz einer GeForce-GPU werben zu können. Tiger Lake kommt jedoch mit Xe-GPU daher, die deutlich schneller sein soll als die Gen11-Grafik von Ice Lake (Core i-1000G) und somit die bisherige GeForce MX350 obsolet macht.

(mma)
Autor: Predatorfighter | Samstag 29. 08. 2020 0 Kommentare


3D-API DirectX 12: Neues Feature-Level für Ampere, Turing und "Big Navi"
Allgemein Microsoft fasst in Direct3D 12_2 eine Fülle von API-Funktionen zusammen, die Spieleentwickler für besonders schöne 3D-Welten oder hohe Bildraten nutzen können.



Fünf Jahre nach der Einführung der Low-Level-API DirectX 12 definiert Microsoft ein neues Feature-Level: Direct3D 12_2 ist eine Erweiterung dessen, was der Konzern bisher als DirectX 12 Ultimate vermarktet hat. Das Funktionsniveau fasst Fähigkeiten von Grafikchips zusammen, welche die GPUs über den Treiber an die DirectX-12-Runtime melden.

Microsoft setzt für Direct3D 12_2 grundlegend das Shader-Modell 6.5 voraus, das selbst wiederum Funktionen innerhalb der Shader-Kerne festlegt. DirectX Raytracing (DXR) in Stufe 1.1 erfordert eine Beschleunigung virtueller Strahlen, wie sie Nvidias GeForce-Baureihe RTX 2000 und AMDs kommende "Big Navi"-GPU bieten.

Mit dabei sind zudem Variable Rate Shading (VRS) in Stufe 2, Mesh-Shader, Tiled Resources Stufe 3 und Conservative Rasterization Tier 3. Diese Funktionen sollen die Bildrate erhöhen, indem zum Beispiel VRS mehrere Pixel zu Blöcken zusammenfasst und die Farbabstufungen gemeinsam berechnet. Mit Tiled Resources streamen GPUs nur dann Texturen, wenn der Spieler diese tatsächlich sieht.

Nvidia RTX 2000 schon heute dabei

Nvidias RTX-2000-Grafikkarten wie die GeForce RTX 2080 Ti beherrschen schon heute das Direct3D-Feature-Level 12_2. Sobald der Chiphersteller kompatible Treiber bereitstellt, melden Auslese-Tools wie GPU-Z das neue Funktionsniveau. Folglich werden auch die kommenden Ampere-Modelle der RTX-3000-Serie dabei sein.

AMD unterstützt alle Funktionen mit der RDNA-2-Architektur, also den kommenden Highend-Modellen "Big Navi" und voraussichtlich der Spielekonsole Xbox Series X. In der Playstation 5 sitzt zwar ebenfalls eine RDNA-2-GPU, allerdings entwickelt Sony seine eigenen Grafik-APIs. Im Falle von Intel beherrschen laut Microsoft künftige Xe-Grafikchips Direct3D 12_2.
Autor: Predatorfighter | Samstag 29. 08. 2020 0 Kommentare




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