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EU-Richtlinie: Leitungswasser im Restaurant soll kostenlos werden!
Allgemein Die geplante Trinkwasserrichtlinie der Europäischen Union behandelt ein wichtiges Thema: Sie soll sicherstellen, dass alle Bürger Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. In Deutschland ist dies bereits zum größten Teil gewährleistet, sodass die Auswirkungen der Richtlinie hierzulande nicht all zu groß sein dürften. Ein Punkt allerdings dürfte viele Restaurantbesucher freuen. Denn zukünftig sollen die Betreiber von Restaurants verpflichtet werden, den Kunden kostenloses Leitungswasser auf den Tisch zu stellen. Das Europäische Parlament hat der Neuregelung bereits zugestimmt. Auch die deutsche Bundesregierung hat signalisiert, zustimmen zu wollen. Läuft alles nach Plan, dürfte die Trinkwasserrichtlinie in der zweiten Jahreshälfte endgültig verabschiedet werden. Für viele Restaurantbesitzer würde dies eine Umstellung bedeuten.

Der deutsche Gaststättenverband kritisiert die geplante Regelung

Denn bisher ist der Verkauf von Wasser eine gute Einnahmequelle. Die Kosten sind in der Regel recht gering und es wird auch keine besondere Expertise benötigt. Dementsprechend hoch sind die Gewinnmargen. So verkaufte der Schauspieler Til Schweiger in seinem Restaurant gefiltertes Leitungswasser für 4,20 Euro. Seine Argumentation: Das Wasser stelle eine wichtige Einnahmequelle dar und trage dazu bei, den Betrieb zu finanzieren. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga schlägt bei seiner Kritik an der geplanten Richtlinie in die selbe Kerbe: Die Preisgestaltung sei Sache des Unternehmers. Tatsächlich wird kein Kunde gezwungen, Wasser zu bestellen. Außerdem ist es jederzeit möglich, in ein anderes Restaurant mit niedrigeren Wasserpreisen zu gehen. Es ist also durchaus zweifelhaft, ob die Bereitstellung von Leitungswasser tatsächlich durch die Europäische Union geregelt werden muss.

Umsatzausfälle können vermieden werden

Ein Blick ins Ausland zeigt allerdings, dass die Umsätze der Restaurants durch kostenloses Leitungswasser nicht zwingend sinken müssen. So ist das kostenfreie stille Wasser beispielsweise in Österreich in vielen Gaststätten bereits üblich. Hier haben die Betreiber die Erfahrung gemacht, dass die Kunden das gesparte Geld dann in andere Speisen und Getränke investieren – etwa einen hochpreisigen Wein. Hier wiederum sind höhere Preise gerechtfertigt. Denn erstens sind die Anschaffungskosten des Weins höher als bei Leitungswasser. Außerdem ist für die Weinauswahl auch fachliche Kompetenz notwendig. In Frankreich wiederum gibt es bereits seit einiger Zeit die Pflicht, kostenloses Leitungswasser anzubieten. Auch hier haben es die meisten Restaurants geschafft, dennoch ein auskömmliches Geschäft zu betreiben.
Autor: Predatorfighter | Samstag 09. 03. 2019 0 Kommentare


Millionenschweres Geschäft: Wie viel Geld gemeldete Sicherheitslücken einbringen
Allgemein Die Bug-Bounty-Plattform HackerOne gibt Einblicke, wie viel Geld sie an Sicherheitsforscher ausschüttet.

Mit dem Auffinden und Melden von Sicherheitslücken kann man offensichtlich richtig viel Geld verdienen: Wie die Bug-Bounty-Plattform HackerOne vermeldet, hat nun der erste Sicherheitsforscher Prämien in der Höhe von mehr als einer Million US-Dollar eingestrichen.

Santiago Lopez ist 19 Jahre alt und beschäftigt sich eigenen Angaben zufolge seit 2015 mit dem Umgehen von IT-Sicherheitsvorkehrungen. Für seinen ersten gemeldeten Bug gab es 50 US-Dollar – seine größte Belohnung beträgt bis dato 9000 US-Dollar. Nun hat er die Million vollgemacht und gehört somit zu den erfolgreichsten Sicherheitsforscher, der Lücken in beispielsweise Twitter, Verizon und in Services der US-Regierung an HackerOne übermittelt hat. Das geht aus dem jährlichen Report der Bug-Bounty-Plattform hervor.

Die Bug-Bounty-Plattform gibt es seit 2012. Gegründet wurde HackerOne von ehemaligen Facebook-, Google- und Microsoft-Mitarbeitern. Die Plattform übernimmt für Unternehmen wie Nintendo, Spotify und Wordpress die Koordination von extern gemeldeten Schwachstellen.
Beeindruckende Zahlen

Insgesamt arbeitet HackerOne mit über 300.000 Sicherheitsforschern zusammen, die mittlerweile mehr als 100.000 valide Sicherheitslücken gemeldet haben. Bislang haben sie eigenen Angaben zufolge Prämien von mehr als 42 Millionen US-Dollar ausgeschüttet – allein 2018 waren es 19 Millionen US-Dollar. Der Großteil der Sicherheitsforscher stammt aus Indien und den USA. Aber auch nach Deutschland sollen große Summen als Prämie geflossen sein.

HackerOne zufolge haben die Top-Sicherheitsforscher ein bis zu 40 mal höheres Jahreseinkommen als ein Softwareentwickler in dem jeweiligen Land. In Deutschland beträgt der Faktor drei. Über 80 Prozent der Bug-Jäger geben an, sich das IT-Sicherheitswissen selbst angeeignet zu haben. Der Großteil ist zwischen 18 und 24 Jahre alt.

Knapp 36 Prozent der bei HackerOne angemeldeten Sicherheitsforscher geben an, pro Woche rund eine bis zehn Stunden in das Finden von Lücken zu investieren. 72 Prozent setzen sich dem Report zufolge seit ein bis fünf Jahren mit Hacking auseinander. Rund 14 Prozent geben als Motivation an, Lücken für mehr Geld zu finden. Ebenfalls 14 Prozent tun es eigenen Angaben dafür, um effizientere Techniken zu erlernen.
Für noch mehr Geld in den Untergrund

Sicherheitsforscher könnten noch mehr Geld machen, wenn sie ihren Code zum Ausnutzen von Schwachstellen an Exploit-Händler wie Zerodium verkaufen würden, ohne die Lücke vorher an die Software-Verantwortlichen zu melden. Derartige Zero-Day-Exploits können wie im Fall von Apples iOS 10 bis zu 1,5 Millionen US-Dollar einbringen.
Autor: Predatorfighter | Samstag 09. 03. 2019 0 Kommentare


Sony stellt die Produktion der mobilen Spielkonsole PS Vita ein
Allgemein
Das Ende des Handhelds PlayStation Vita ist da: Sony fertigt ab sofort keine Geräte mehr.

Sony steigt aus dem Markt für mobile Spielkonsolen aus und hat nun die Einstellung der Produktion der PlayStation Vita (PS Vita) bekannt gegeben. Das berichtet die Videospiel-Website Polygon unter Berufung auf die offizielle japanische Seite des Handhelds.

Bereits 2018 verkündete der Konzern das Ende der mobilen Spielkonsole. Im gleichen Atemzug gab Sony auch bekannt, dass es keinen Nachfolger geben wird. Das Ende der PS Vita kündigte sich aber schon lange davor an: 2015 erklärte Sony, selbst keine Spiele mehr zu entwickeln. Ende März will das Unternehmen die Herstellung von Spielmodulen einstellen. Seit diesem Monat enthält auch das kostenpflichtige Abo PlayStation Plus keine Spiele mehr für die mobile Konsole.
Zum Außenseiter verdammt

Die PS Vita erblickte in Japan im Dezember 2011 das Licht der Welt. Ab 2013 folgten verschiedene Hardware-Revisionen, die schlanker waren und statt eines OLED-Bildschirms kamen LC-Displays zum Einsatz.

Trotz zum damaligen Zeitpunkt leistungsfähiger Hardware und für einen Handheld grafisch beeindruckenden Titeln konnte sich die PS Vita nicht im großen Stil durchsetzen. Das hat mehrere Gründe: Es fehlten schlicht richtig gute Titel und kein Spiel erwies sich als System-Seller. Außerdem sorgte die Spielkonsole wegen ihrer proprietären und vergleichsweise teuren Speicherkarten für Ärger bei Spielern. Außerdem zockten immer mehr unterwegs auf immer leistungsfähigeren Smartphones. Zudem dominiert Nintendo den Markt für mobile Spielkonsolen mit der 3DS-Konsole.

Der Website VGChartz zufolge hat Sony weltweit rund 16 Millionen PS Vitas verkauft. Nintendo liegt mit dem 3DS und seinen Hardware-Revisionen bei 74 Millionen verkaufen Einheiten. Außerdem positioniert sich Nintendo mit seiner aktuellen Hybrid-Spielkonsole Switch neben dem Wohnzimmer auch im mobilen Bereich. Ein maßgeblicher Todesstoß war vermutlich auch, dass die PS Vita bereits kurz nach dem Erscheinen gehackt wurde, sodass Raubkopien auf dem Gerät liefen.
Autor: Predatorfighter | Samstag 09. 03. 2019 0 Kommentare




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