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Stammt das Coronavirus aus einem Genlabor?
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Ein Internationales Forscherteam hat auf der Suche nach dem Ursprung des neuen Coronavirus die SARS-CoV-2 Genomdaten analysiert. Und die belegen: Das Virus ist gut an den Menschen angepasst.



Die Forschergruppe aus den USA, Großbritannien und Australien hat alle bekannten Fakten zur Herkunft zusammengetragen. SARS-CoV-2 ist demnach das siebte Mitglied der Virusfamilie der Coronaviridae, von dem bekannt ist, dass es Menschen infiziert. Drei dieser Viren, SARS CoV-1, MERS und SARS-CoV-2, können schwere Krankheiten verursachen, vier (HKU1, NL63, OC43 und 229E) werden mit leichten Symptomen der Atemwege verbunden.


Virus gut an den Menschen angepasst

SARS-CoV-2 ist gut an den Menschen als Wirt angepasst, fanden die Forscher, was auch die schnelle Verbreitung erklärt. Ob diese Anpassung bereits im Tierwirt oder erst nach den ersten Infektionen bei Menschen stattfand, können die Forscher dagegen nicht sagen.

Selbst der Wirt ist noch immer unklar. Zwar bestätigen die aktuellen Untersuchungen die hohe Übereinstimmung mit SARS-ähnlichen Coronaviren von Fledermäusen. Aber die Forschenden verweisen auf frühere Ausbrüche von Betacoronaviren beim Menschen, "die eine direkte Exposition gegenüber anderen Tieren als Fledermäusen beinhalteten, einschließlich Zibetkatzen (SARS) und Kamelen (MERS)". Und auch in Pangolinen (Schuppentiere) wurden ähnliche Viren festgestellt.

Kein Produkt eines Genlabors



Was die Forscher allerdings als unwahrscheinlich ausschließen, ist eine Entwicklung des Virus in einem Genlabor. "Wichtig ist, dass diese Analyse den Nachweis erbringt, dass SARS-CoV-2 weder ein Laborkonstrukt noch ein gezielt manipuliertes Virus ist", schreiben sie in ihrer Untersuchung. Es gebe keine Belege für derartige genetische Manipulationen.

Aber warum ist es überhaupt so wichtig, den genauen Wirt und die genaue Ursache der Epidemie zu kennen? "Ein detailliertes Verständnis darüber, wie ein Tiervirus Artengrenzen übersprungen hat, um Menschen so produktiv zu infizieren, hilft bei der Verhinderung zukünftiger zoonotischer Ereignisse", so das Forscherteam. Und dieses Risiko besteht, selbst wenn die aktuelle Epidemie unter Kontrolle ist.

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